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Lösegeldfescht am 4.5.05 in Kaltbrunn

Peter und Martin
zur Begrüßung gab es erst einmal einen Rettich.

Martin eröffnet mit folgendem Text:
 
Nachspiel zur Gerichtsverhandlung

Noch immer isch es nicht im Klaren
Was der Hegner-Kappe widerfahren

Selbst ein hochlöbliches Narrengericht
Brachte die Wahrheit nicht ans Licht

Der Richter, der war doch bestochen
Und am Schluß na, stock-besoffen

Hot mit jedem Kläger Schnaps getrunken
Bis er vo seim Schreibtisch g'sunken

Obwohl der scho recht viel vertragt
Hot er die Sitzung nicht vertagt

Hat die klaren Hegner Beweise ignoriert
Und de Kaltbrunner ihre toleriert

Der Abdruck auf der Hegner- Hose
Der war fescht und gar nicht lose

Die Kappe die war klar geraubt
Nur in Kaltbrunn des uns keiner glaubt

Es kursieren zwei Versionen
Von ganz verschiedenen Personen

Wie des mit der Kappe wirklich war
Bleibt ein Geheimnis wunderbar

Des kann au ruhig im Trüben bleiben
Do könnet mir uns schö dra reiben

D' Hauptsach isch mir hond zum Lachen
Und könnet richtig Blödsinn machen

Und machet hier mit vielen Gäscht
Vor lauter Freud ä großes Fescht

Ich bedank mich beim Gastgeber
Herzlich Und kühl jetzt meine Leber

Gefordert war ein Spätburgunder
Doch in Kaltbrunn gieht‘s ko Wunder

Do gibt es nur en Schwobe-Wein
Der Trollinger soll lecker sein

So sagt de Peter der Ducherle- Präsident
Der hald kein Spätburgunder kennt

Der Peter seht de Trollinger der sei gut
Deshalb es kein Spätburgunder geben tut

Nur wenn des isch ä Ducherle- Fiktion
Denn gommer vor Gericht .... in d' Revision

So mach mer weiter, gern und froh
In diesem Sinne Ho Narro!

die fröhliche Tafelrunde

Peter erwidert:
Wie so ä Schlafkapp es guet kann,
isch heut der Martin weng spät dran,
er konnt‘sich früher nicht aufraffen,
musste er doch sehr lang schaffen,
um heute hier zu uns zu kommen,
wo er, wie ihr es alle schon vernommen,
bei uns am Bunte Abend do,
hat halt sein Käpple liege loh.
 
Vielleicht traut er sich au it richtig her,
wog der Verlust der Kapp' doch schwer,
er fand für Verlust au einen Grund,
man hörte dann aus seinem Mund,
wie er bei Euch und des isch minder,
bezeichnet hot uns ehrliche Finder,
,,diebische Elstern"hat er uns genennt,
weil er in Kaltbrunn selbst hot pennt,
und schenkt uns noch, me sott ihn ledere,
en schwarze Vogel mit weiße Federe,
der wohl eben diese Elster zeigen sollte,
so unser reines Gewissen erschüttern wollte,
doch dieses isch Dir nicht geglückt,
au der Vogel war mit fremde Federe g'schmückt.
 
So konnt man doch im Internet lesen,
wie die G'schichte wirklich isch gewesen,
und wie de Martin beim Tanzschritte machen,
nicht mehr aufpasst hot auf seine Sachen,
und g'mond hot dass die Kapp der Narretei,
guet aufg'hobe wär beim Narrebolizei,
doch dieser war nicht interessiert,
daran was mit der Kapp passiert,
hot selbst zum Tanzen sich gesellt,
und unseren weiblichen Mäschgerlen nochg'stellt,
zu guter Letzt kam das Infame,
mir wurdet beschuldigt, der vorsätlichen Hinwegnahme,
das war zuviel, so kanns nicht gehn,
wir werden uns vor dem Richter sehn.
 
Zwischenzeitlich war dann das Narreg'richt,
und es g'winnt der, der mehr besticht,
so musste er am Richtertisch,
bekennen dass er der Lugenbeutel isch,
do waren auch vergeblich die großen Mühen,
beim fingierten Kappenabdruck sprühen,
auf dem Gesässteil der Bolizei mit einer Farbdose,
des ging im Sinne des Wortes in die Hose,
es wurde verurteilt und sofort vollstreckt,
die Schuld beglichen mit reichlich Sekt.
 
Nun isch die Freude auch nicht so groß,
wenn mer den Sekt alleine trinken moss,
so luden mir Euch gern zu diesem Fescht,
in unser ziviles Narrennescht,
um miteinander zu genießen,
den kurzzeitigen Verlust zu begießen,
natürlich mit me Vesper no,
mir werred Euch it hungere loh,
au um zu glätten die Narrenwogen,
egal wer, wen, wann hot belogen,
denn so ä G'schicht, des git es eben,
nur in einem Narrenleben,
im wahren Leben schon gar nicht,
drum ebbe ischs ä Narreg'schicht.
 
Lange Reden aber will ich it halten,
als heutiger Hausherr meines Amtes walten,
um Dir lieber Martin mit Deiner Meute,
zu danken für Euer Kommen heute,
lond uns nun zusammen hocken,
essen, trinken, gar nicht bocken,
und nehmet mit als Erinnerung,
diese Urkunde mit Widmung.

so sieht sie aus, die Urkunde

die erwähnte 'Elster' auf ihrem neuen Ehrenast:

die Elster mit den fremden Federn

(Haben wir das nicht gut gemacht?!)

glücklich Präsis

Einig sind wir uns! Sogar in Farbwahl und im Muster unserer Hemden
- (NIEMAND würde kleinkariert behaupten!) -

auch der Rücken kann entzücken

die Mädels verstehen sich prächtig

Bettina und Bea

richtig leckeres Vesper gab es, lauter Hausmacherwurst, Schinken, Speck, samt Gürkchen, Sauce, Zwiebelchen....

da fand gerade der Kartentrick-Wettstreit statt

ach ja, hatte ich den Rettich schon erwähnt?

sooo ein hübscher Kopfschmuck!

Wieder ein schöner sehr lustiger Abend!
wie es dazu kam...
 
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