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Nachspiel zur Gerichtsverhandlung Noch immer isch es nicht im Klaren Selbst ein hochlöbliches Narrengericht Der Richter, der war doch bestochen Hot mit jedem Kläger Schnaps getrunken Obwohl der scho recht viel vertragt Hat die klaren Hegner Beweise ignoriert Der Abdruck auf der Hegner- Hose Die Kappe die war klar geraubt Es kursieren zwei Versionen Wie des mit der Kappe wirklich war Des kann au ruhig im Trüben bleiben D' Hauptsach isch mir hond zum Lachen Und machet hier mit vielen Gäscht Ich bedank mich beim Gastgeber Gefordert war ein Spätburgunder Do gibt es nur en Schwobe-Wein So sagt de Peter der Ducherle- Präsident Der Peter seht de Trollinger der sei gut Nur wenn des isch ä Ducherle- Fiktion So mach mer weiter, gern und froh
Wie so ä Schlafkapp es guet kann, isch heut der Martin weng spät dran, er konnt‘sich früher nicht aufraffen, musste er doch sehr lang schaffen, um heute hier zu uns zu kommen, wo er, wie ihr es alle schon vernommen, bei uns am Bunte Abend do, hat halt sein Käpple liege loh. Vielleicht traut er sich au it richtig her, wog der Verlust der Kapp' doch schwer, er fand für Verlust au einen Grund, man hörte dann aus seinem Mund, wie er bei Euch und des isch minder, bezeichnet hot uns ehrliche Finder, ,,diebische Elstern"hat er uns genennt, weil er in Kaltbrunn selbst hot pennt, und schenkt uns noch, me sott ihn ledere, en schwarze Vogel mit weiße Federe, der wohl eben diese Elster zeigen sollte, so unser reines Gewissen erschüttern wollte, doch dieses isch Dir nicht geglückt, au der Vogel war mit fremde Federe g'schmückt. So konnt man doch im Internet lesen, wie die G'schichte wirklich isch gewesen, und wie de Martin beim Tanzschritte machen, nicht mehr aufpasst hot auf seine Sachen, und g'mond hot dass die Kapp der Narretei, guet aufg'hobe wär beim Narrebolizei, doch dieser war nicht interessiert, daran was mit der Kapp passiert, hot selbst zum Tanzen sich gesellt, und unseren weiblichen Mäschgerlen nochg'stellt, zu guter Letzt kam das Infame, mir wurdet beschuldigt, der vorsätlichen Hinwegnahme, das war zuviel, so kanns nicht gehn, wir werden uns vor dem Richter sehn. Zwischenzeitlich war dann das Narreg'richt, und es g'winnt der, der mehr besticht, so musste er am Richtertisch, bekennen dass er der Lugenbeutel isch, do waren auch vergeblich die großen Mühen, beim fingierten Kappenabdruck sprühen, auf dem Gesässteil der Bolizei mit einer Farbdose, des ging im Sinne des Wortes in die Hose, es wurde verurteilt und sofort vollstreckt, die Schuld beglichen mit reichlich Sekt. Nun isch die Freude auch nicht so groß, wenn mer den Sekt alleine trinken moss, so luden mir Euch gern zu diesem Fescht, in unser ziviles Narrennescht, um miteinander zu genießen, den kurzzeitigen Verlust zu begießen, natürlich mit me Vesper no, mir werred Euch it hungere loh, au um zu glätten die Narrenwogen, egal wer, wen, wann hot belogen, denn so ä G'schicht, des git es eben, nur in einem Narrenleben, im wahren Leben schon gar nicht, drum ebbe ischs ä Narreg'schicht. Lange Reden aber will ich it halten, als heutiger Hausherr meines Amtes walten, um Dir lieber Martin mit Deiner Meute, zu danken für Euer Kommen heute, lond uns nun zusammen hocken, essen, trinken, gar nicht bocken, und nehmet mit als Erinnerung, diese Urkunde mit Widmung.
- (NIEMAND würde kleinkariert behaupten!) -
wie es dazu kam... |